Entwicklung von speziellen Einrichtungskonzepten in der Altenpflege

Finanzierung: privater Träger von Pflegeeinrichtungen

Projektleiter: Dr. Jürgen Schmidt, Dr. Rüdiger Nübling (GfQG)

Projektleiter-E-Mail: schmidt@gfqg.de, nuebling@gfqg.de

Laufzeit: 1998 bis 2005

Themen: Einrichtungskonzepte, Spezialisierungen in der Altenpflege

Hintergrund

Differenzierte, auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand befindliche Behandlungs- und Einrichtungskonzepte stellen ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Einrichtungen des Gesundheitswesens dar. Gute Konzepte sichern und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit.

Schwerpunkte der Konzeptentwicklungen

Im Folgenden werden die Schwerpunkte der konzeptionellen Arbeiten für die Altenpflege skizziert.

    • Geriatrische Pflegeklinik Bad Schönborn (1998): mit dem Konzept wurde ein seinerzeit hochinnovatives, ärztlich geleitetes Einrichtungsmodell an der Schnittstelle zwischen Altenpflegeheim (Schwerpunkt: Pflege/ volle Verpflegung und Betreuung rund um die Uhr) und geriatrischer Fachklinik/ Krankenhaus (Schwerpunkt: Behandlung/Rehabilitation älterer Patienten) entwickelt, das in der Versorgung alter Menschen eine neue Alternative darstellte und eine wichtige Versorgungslücke schließen konnte. Das Konzept wurde in der Einrichtung und auch an anderen Standorte umgesetzt und nunmehr seit ca. 15 Jahren erfolgreich betrieben
    • Rahmenkonzept zur Betreuung von Demenzkranken in gerontopsychiatrischen Wohnbereichen (1998)in spezialisierten, überschaubaren Wohngruppen (familienähnliche Hausgemeinschaften mit max. 6-8 Bewohner) und kleinräumig organisierte Pflegeeinrichtungen. Es bietet Demenzkranken mit Verhaltensstörungen eine qualitätsvolle Betreuung und ein wohnliches Zuhause und lässt sich mit angemessenen investiven und betriebswirtschaftlichen Kosten realisieren. Das Konzept wurde mehrfach umgesetzt.
    • Fachkonzeption der therapeutischen Pflege und Betreuung von Demenzkranken (1998): Überblick über fachliche Inhalte, die eine Grundlage für das Verständnis der Betroffenen sowie auch für eine integrative, teilintegrative als auch eine segregative Betreuungsform darstellt.
    • Altenpflege- und Begegnungszentrum Bad Oeynhausen - Vernetzung moderner Wohn- und Betreuungsformen mit Angeboten der Tages- und Kurzzeitpflege und der stationären Altenpflege (2000): Ziel des Konzeptes war die Entwicklung neuer Angebotsstrukturen in der Altenhilfe. Im Rahmen einer früher als Rehabilitationsfachklinik genutzten Einrichtung beschrieb das Konzept ein neues Altenpflegezentrum, das „klassische“ Formen der stationären Altenpflege mit neuen Modellen z.B. der rehabilitativen Pflege verbindet. Es griff insbesondere das seinerzeit vom KDA initiierte und unterstützte „Prinzip der Hausgemeinschaften“ auf, das alten Menschen so viel alltägliche Normalität wie möglich zu erhalten versucht. Es bezieht des weiteren Möglichkeiten der Tages- und Kurzzeitpflege sowie der Unterstützung und Entlastung von Angehörigen ein.
    • Leitfaden zur Erstellung einer Einrichtungskonzeption (2000): die Konzeption einer Einrichtung sollte allen Beteiligten Identität, Orientierung, Sicherheit vermitteln. Der mit dieser Zielrichtung entwickelte Leitfaden beschreibt die konkreten Ziele einzelner Funktionsbereiche und ist handlungsleitend ist. Er dient als Instrumentarium zur Mitarbeiterführung und zur Entwicklung von Qualitätsstandards und bildet so auch einen Rahmen für eine effektive Qualitätssicherung und -kontrolle.
  • Rahmenkonzept zur vollstationären Pflege von Schädel-Hirngeschädigten in Pflegeeinrichtungen der Phase F (2000): das Rahmenkonzept zeigt die Möglichkeiten in der vollstationären Pflege von Menschen mit schweren und schwersten Hirnschädigungen auf, die nicht oder nicht ausreichend rehabilitationsfähig sind und von daher dauerhaft oder langfristig auf pflegerische, soziale und therapeutische Hilfen in Pflegeeinrichtungen der Phase F angewiesen sind.